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Vorabveröffentlichung – Teil 6.2010

 

Zeigen ohne Zeigehilfe?

So lange Sie traditionelle Medien benutzen, wird Ihnen natürlich kaum etwas anderes übrig bleiben, als mit Hand, Stift, Stab oder Laserpointer auf etwas zu zeigen. Es sei denn, Sie sind willens und haben die Zeit, sich einmal intensiver mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, wie sich auch ohne Zeigehilfen eindrucksvolle Effekte erzielen lassen.(1)
Bei computergestützten Präsentationen ist es noch einfacher, auf Zeigehilfen ganz zu verzichten. Wenn Sie nämlich beim Erstellen der Präsentation wesentliche Informationen bereits hervorheben. Wie? Durch gezielte Animationen, beispielsweise Überblendeffekte.
Und das erstaunt mich bei PowerPoint-Präsentationen immer wieder: Wenn es um überbordende, unpassende oder überflüssige Animationen geht, wie z. B. das Einfliegen von Buchstaben, zeigen sich die Nutzer als überaus einfallsreich. Wenn es aber um sinnvolle Animationen geht, ist es unglaublich, was die Nutzer alles nicht machen.
Ich weiß: PowerPoint verfügt beispielsweise über keine vernünftige Lupenfunktion. Aber das lässt sich durch kleine Zusatzprogramme schnell ändern. Oder dadurch, dass man sich einmal die Zeit nimmt, um in einschlägigen PowerPoint-Foren zu stöbern, um zu lernen, wie man mit wenig Aufwand interessante Funktionen, die das Programm besitzt, auch nutzen kann.(2)
Hier rächt es sich, wie ich finde, dass heute viele Arbeitgeber wie selbstverständlich davon ausgehen, dass man ein Standard-Programm wie PowerPoint beherrscht. - Tun die meisten von uns ja auch. Zumindest einigermaßen unfallfrei. - Also werden entweder gar keine Kurse genehmigt oder nur simple Schnellkurse. Die Folgen sind bekannt: sich ähnelnde Folienschlachten. Ohne Ende.

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(1) Mit den traditionellen Medien kann man ganz tolle Sachen machen. Darüber könnte man ganze Bücher schreiben. Weswegen ich an dieser Stelle auch erst gar nicht anfange, mich darüber auszulassen. Wen es interessiert, dem kann ich etwa dieses Buch wärmstens empfehlen: Bernhard Weidemann, 100 Tipps & Tricks für Pinnwand und Flipchart, 2000 Beltz Verlag, Weinheim und Basel.

(2) Keine Sorge: Ich bin plötzlich nicht zum PowerPoint-Freund geworden. Nur macht es auf Dauer keinen Sinn, auf ein Programm „einzudreschen“, das viele interessante Möglichkeiten aufweist. Was Nutzer aus den Möglichkeiten machen oder nicht machen: Dafür kann weder das Programm etwas. Noch seine Macher.

 

 

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